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Schamlos in der wartenden Stadt

Irgendwann Mitte März, Shangri-la Im Folgenden geht es um die Abwesenheit von Scham, und deren Unbegreiflichkeit, weshalb der Text nicht anders beginnen kann als mit einem Geständnis: Ich muss regelmässig Tränen der Rührung zurückhalten, wenn ich Zeuge von etwas werde, das mir erstmals in Guilin begegnet ist, dann erneut, und diesmal in ausgereifterer Form, in…
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Grenzerfahrungen, Pt.II: China

Wenn sich zwei Nationen, die so gerne gesundes Selbstbewusstsein demonstrieren wie Russland und China, direkt gegenüberstehen, ist eines eigentlich unvermeidbar: Ein Schwanzlängenvergleich. Und Jungejunge, haben die Chinesen aber darin investiert, mit allen Klischees über asiatische Liebhaber ein für alle Mal aufzuräumen. Wo die russische Grenzstadt völlig in post-sowjetischer Malaise aufgeht, stehen auf der chinesischen Seite…
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Grenzerfahrungen Pt. I: Russland

02. bis 03.03.2017, Transsibirische Eisenbahn “Post Sowjet Desolation”, postsowjetische Verwüstung, sind die Worte, mit denen unser Guide das beschreibt, was jenseits des Balkaisees, im enormen Dreiländereck zwischen der Russland, China und der Mongolei auf einen wartet.Die Landschaft meint er damit nicht. Diese hat sich gewandelt, die Bausteine wurden ausgetauscht: Die Birken, diese allgegenwärtigen Sichtblenden in…
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Das Auge des Malers, oder der Schischkin-Test

23. bis 26.02.2017, Transsibirische EisenbahnHätte ich jedes Mal hundert Rubel bekommen, wenn jemand, dem wir von unseren Transsib-Plänen erzählten, reagierte mit einer Variation von “Oh wow, davon träume ich auch schon lange!”, nun, ich hätte zumindest genügend Geld zusammen für eine schlecht aufgewärmte Mahlzeit im Bordrestaurant. Es ist, offenbar, ein weitverbreiteter Traum, der zweifelsohne noch…
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Stadt der Flöhe, Stadt der Maulwürfe

Montag, 20.02.2017Moskau hat Menschen, wie ein Hund Flöhe hat oder eine Katze Zecken. Die Stadt hat sich, ungeachtet ihrer Jahrhunderte alten Geschichte, in den letzten 150 Jahren nicht nur verändert, sondern geradezu gehäutet, und was heute noch zu sehen ist, ist die zurückgelassene Haut. Rund 80% der Bausubstanz wurde über die letzten anderthalb Jahrhunderte abgestreift,…
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Körperliche Ertüchtigung

Samstag, 18.02.2017Im Zug zwischen Strasbourg und MoskauReisen verändert. Bereits am ersten Tag erkennt man den Wahrheitsgehalt dieser Binsenweisheit, der sich in der endlosen Wiederholung der Phrase durch die berufenen Münder und Federn von allen und jedem, von Gap Year-Teenagern bis zu Karl Baedeker selig, keineswegs abnutzt. Reisen verändert. Was einem die Leute allerdings eher nicht…
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Bruxelles: Eine Form von wachem Leben

SKIZZE von Brüssel, der Grande Place, dem Jardin Botanique, und den unerwarteten Formen von Leben, die sich hier wie dort einnisten.
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Transparenzeffekte: Skizze zum koreanischen “Hanok”

SKIZZE Gedanken zu traditionellen koreanischen Wohnhäusern, der Durchlässigkeit von Papierwänden, und dem Begriff von Eigentum.
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Zumindest eine Ahnung

SKIZZE der Stimmung auf dem Vorplatz des Besucherzentrums im Seoroksan-Nationalpark, irgendwo zwischen religiöser und nostalgischer Sehnsucht.
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Prag: Geteilte Stadt

SKIZZE, in der ich versuche, anhand des obecni dum Prags mit dem Verfall und Luxus zugleich flirtenden Charakter zu erfassen.
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Das Skelett der Hörigkeit

SKIZZE von meiner ersten Pragreise, auf der ich in einer Schule übernachtet habe, der der Geist ausgetrieben wurde.