Shinya Tsukamotos “Vital”: Wunder des Verwundbaren

KRITIK von Shinya Tsukamotos "Vital", mit dem der Altmeister des donnerenden Cyberpunk die Stille entdeckte und auf seine gewohnt kompromisslose Art einen ungewohnt meditativen Film über Tod, Erinnerung und Liebe schuf. Shinya Tsukamotos Karriere ähnelt in Form den Gebilden und Kreaturen, die ihn berühmt machten und Zeit seines Schaffens begleiteten – seltsam organisch...

Sion Sonos “Love Exposure”: Alles Menschenmögliche

KRITIK von Sion Sonos „Love Exposure“. Coming of Age-Story, Verwechslungskomödie, Travestie, Karate-Flick, Sozialfarce, Milieustudie, High School-Romanze, Splatterorgie, Grand Guignol und und und und und: Sion Sono fasst mit „Love Exposure“ in knapp vier Stunden mehrere Jahrzehnte japanischer Pop-Kultur zusammen und führt sie zugleich zu einem Höhepunkt. Mit einem Wort: Wahnsinn. Jorge Luis Borge hat...

Prag: Geteilte Stadt

SKIZZE, in der ich versuche, anhand des obecni dum Prags mit dem Verfall und Luxus zugleich flirtenden Charakter zu erfassen.

Zum Kino von Shinji Aoyama und Bong Joon-ho: Den Verzerrer am Anschlag

ESSAY zum Kino Shinji Aoyamas und Bong Joon-hos. Mit einem eleganten Coup gelang es dem NIFFF 2009, gleich zwei Ehrengäste vorzuladen. Offizieller Titelträger war Shinji Aoyama, der sich am Festival des fantastischen und Genre-Films endlich einmal verstanden fühlte. Mit mindestens ebenso grossen Ehren bedacht wurde aber Jury-Präsident Bong Joon-ho, dem zwar keine Retrospektive, aber...

Da war der Kopf kaputt.

KURZGESCHICHTE, in der ich eine Kindheitsanekdote über die Bedeutung von Gewalt zu verlöten versuche mit erfolglosen Dates, Splatter, und meinem wahrscheinlichsten längsten literarischen Vergleich überhaupt.

Gus Van Sants “Paranoid Park” und die Todes-Trilogie: Am anderen Ende der Unschuld

KRITIK von Gus Van Sants "Paranoid Park" und seiner Todes-Trilogie. Nach einem tödlichen Ausflug in die Wüste, einem High School-Massaker und dem Tod eines Rockstars wendet sich Gus van Sant in seinem neuesten Film der Skaterszene von Portland zu. Und schliesst damit (beinahe) nahtlos an seine elegische Trilogie über den Tod im Medienzeitalter an.