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Lokal ist nicht schlau: Ein Interview mit Mundaun-Entwickler Michel Ziegler
LANG-INTERVIEW mit Michel Ziegler, dem Entwickler von Mundaun. Ein Spiel, das in einem fiktionalisierten Ort in den Schweizer Alpen spielt. Und mir deshalb in mehrfachem Wortsinn sehr nahe gegangen ist.
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“Heaven’s Vault”: Tote Sprachen leben länger
REZENSION «Heaven’s Vault» ist ein aussergewöhnliches Adventure-Game. Und es weckt Begehrlichkeiten der Lern-App-Industrie. Denn es vermittelt, wie man eine Sprache lernt – obwohl es diese gar nicht gibt.
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Porträt des Künstlers als Würfelbecher und Maschine
ESSAY von 2019: Während die Kunstwelt darüber streitet, ob eine künstliche Intelligenz Maler spielen darf, sieht man im Computerspiel die Sache ganz gelassen: Entwickler und Algorithmen existieren hier friedlich nebeneinander. Ein Konzept für die Zukunft?
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Fleisch von unserem Fleisch
KURZGESCHICHTE The biggie resp. piggy: Mit “Fleisch von unserem Fleisch” stand ich im Final des Open Mike 2016, der irgendwie immer noch als “der zweitwichtigste Wettbewerb für deutschsprachige Literatur-Neuentdeckungen” gilt. Nicht übel für einen Text, der moralische Fragen zu Fleischabfällen mit dem Abfall vom Glauben zusammenwurschtelt.
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Haufenweise unterschätzte Spiele
KURZ-REZENSIONEN Ein Schritt zurück aus dem Überfluss mit Nudisten-Bewegungstalenten, Knet-Muslimas und rüden Zahnarzttechnikern: Auf Videogame Tourism beschreiben wir in der Serie “Pile of Fame” regelmässig die Zukurzgekommenen, die Unverdient Unbeachteten oder die Viel zu Vergessenen im Rinnsal der Game-Industrie.
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“Where The Water Tastes Like Wine”: Unablässig nickende Pferdekopfpumpe für den Rohstoff Fantasie
LOBGESANG Manchmal fühlt man sich derart wohl mit einem Stück Kultur, dass man ihm zuliebe griechische Instrumente erfindet und seine Zuneigung in einem Batallion von Links ausdrücken muss: Where The Water Tastes Like Wine ist eine einzige Umarmung der (amerikanischen) Volkserzählung und eine grandios und wunderbare Fehlkalkulation.
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Schamlos in der wartenden Stadt
Irgendwann Mitte März, Shangri-la Im Folgenden geht es um die Abwesenheit von Scham, und deren Unbegreiflichkeit, weshalb der Text nicht anders beginnen kann als mit einem Geständnis: Ich muss regelmässig Tränen der Rührung zurückhalten, wenn ich Zeuge von etwas werde, das mir erstmals in Guilin begegnet ist, dann erneut, und diesmal in ausgereifterer Form, in Kunming und Lijiang, bevor ich es heute, in Shangri-la, erstmals in seiner Vollendung gesehen habe: Tanzende Menschen. Gemeinsam tanzend
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Grenzerfahrungen, Pt.II: China
Wenn sich zwei Nationen, die so gerne gesundes Selbstbewusstsein demonstrieren wie Russland und China, direkt gegenüberstehen, ist eines eigentlich unvermeidbar: Ein Schwanzlängenvergleich. Und Jungejunge, haben die Chinesen aber darin investiert, mit allen Klischees über asiatische Liebhaber ein für alle Mal aufzuräumen. Wo die russische Grenzstadt völlig in post-sowjetischer Malaise aufgeht, stehen auf der chinesischen Seite Hochhäuser, gross und stolz. Und offensichtlich fertig gebaut. Hell
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Grenzerfahrungen Pt. I: Russland
02. bis 03.03.2017, Transsibirische Eisenbahn “Post Sowjet Desolation”, postsowjetische Verwüstung, sind die Worte, mit denen unser Guide das beschreibt, was jenseits des Balkaisees, im enormen Dreiländereck zwischen der Russland, China und der Mongolei auf einen wartet.Die Landschaft meint er damit nicht. Diese hat sich gewandelt, die Bausteine wurden ausgetauscht: Die Birken, diese allgegenwärtigen Sichtblenden in schwarzweiss, sind verschwunden. Überhaupt gibt es kaum mehr Bäume, kaum noch V
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Das Auge des Malers, oder der Schischkin-Test
23. bis 26.02.2017, Transsibirische EisenbahnHätte ich jedes Mal hundert Rubel bekommen, wenn jemand, dem wir von unseren Transsib-Plänen erzählten, reagierte mit einer Variation von “Oh wow, davon träume ich auch schon lange!”, nun, ich hätte zumindest genügend Geld zusammen für eine schlecht aufgewärmte Mahlzeit im Bordrestaurant. Es ist, offenbar, ein weitverbreiteter Traum, der zweifelsohne noch genährt wurde durch die Unmenge von Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, die 2017, zum hundertjäh
